Was 1953 mit einer kleinen Bau- und Isolierspenglerei mit drei Mitarbeitenden begann, ist heute ein führender Hersteller von hochwertigen Spiegelschränken in der Schweiz. Ein Blick hinter die Kulissen der W. Schneider+Co AG in Flums.


Aluminium, Spiegel sowie Lichtelemente – das sind die wichtigsten Materialien für die Produktherstellung. Menschliches Know-how wird mit automatisierten Prozessen kombiniert. Dadurch entstehen unterschiedliche Spiegelschränke sowie Lichtspiegel mit integrierter Beleuchtung. «Wir beziehen die Bestandteile jeweils von mehreren Unternehmen, wobei immer auch ein Schweizer Lieferant dabei ist», erklärt Daniela Koch, die seit 2024 Geschäftsführerin von «Schneider – my swiss mirror» ist. Heute beschäftigt der Betrieb rund 70 Mitarbeitende in Flums sowie in einer Niederlassung in Deutschland. Darunter befinden sich unter anderem Mitarbeitende in den Bereichen Konstruktion, Entwicklung, Metallbearbeitung, Montage, Logistik, Administration und Verkauf. Zudem gibt es Schneider-Produkte nicht nur in der Schweiz zu kaufen, sondern in ausgewählten Märkten wie Deutschland und England.
Hochautomatisierte Fertigungsprozesse verbunden mit viel Know-how
Damit aus den Grundmaterialien fertige Spiegelschränke und Lichtspiegel entstehen, setzt Schneider auf hochautomatisierte und digitalisierte Fertigungsprozesse in Verbindung mit qualifizierten Fachkräften. «Unsere Produkte stehen für hochwertige Qualität und ein langlebiges, ansprechendes Design», erklärt die Geschäftsführerin. Zunächst werden die Aluminiumprofile zugeschnitten. In einem weiteren Schritt werden sie mittels einer hochtechnischen Maschine pulverbeschichtet und automatisch in Öfen zum Trocknen gefahren. Auf den Fertigungsinseln montieren Mitarbeitende die Schränke, versehen sie mit Beleuchtungselementen, überprüfen das gesamte Möbelstück und verpacken es abschliessend. Für mehr Nachhaltigkeit werden für die Verpackung seit Kurzem ausschliesslich recycelter Karton und Formfaserteile verwendet und kein Styropor mehr.
«Trotz hoher Automatisierung bleibt die Endmontage in den Händen qualifizierter Mitarbeitender. Sie setzen die einzelnen Komponenten zusammen, testen die Funktionalitäten und stellen so sicher, dass jedes Produkt von Schneider höchsten Qualitätsstandards entspricht», erklärt Koch. Um Überproduktion und zu hohe Lagerbestände zu vermeiden, arbeitet der Betrieb nach dem auftragsbasierten Just-in-time-Prinzip. «Vom Auftrag bis zur Fertigstellung dauert es bei Standardprodukten gewöhnlich maximal sechs Tage», bestätigt die Geschäftsführerin.
Vom Standardschrank bis zur Spezialkreation
«Die Lichtspiegel und Spiegelschränke sollen sowohl gut aussehen als auch intuitiv bedienbar sein», so Koch. Das Produktportfolio von Schneider reicht von Standardmodellen bis zu besonders hochwertigen Kreationen in verschiedenen Formen und Grössen. Beim Öffnen der unterschiedlichen Spiegelschränke wird man immer wieder vom Innendesign und dem Stauraum überrascht. Besonders sticht der neu lancierte Spiegelschrank Schneider «GLOW D2W» hervor, der sich durch seine innovative 360°-Beleuchtung und die Dim2Warm-Technologie mit stufenloser Anpassung der Lichtfarben auszeichnet. Auch der neue ovale Spiegelschrank Schneider «FLOAT D2W», der zwei Design-Awards gewonnen hat, gehört zum Sortiment. Alle Schneider-Spiegelschränke sind dimmbar und decken ein grosses Lichtspektrum ab. Für Menschen mit Beeinträchtigungen werden zudem spezielle Produkte zur Unterstützung zur Verfügung gestellt.
Seine Produkte vertreibt Schneider über den sanitären Grosshandel, der sie an Fachhandwerk und Bauunternehmen weiterleitet, bevor sie schliesslich in den Badezimmern ihren Platz finden. «Unlängst wurde das Grandhotel in Yverdon mit unseren Lichtspiegeln ausgestattet», freut sich Koch. Neben den Eigenkreationen stellt das Unternehmen auch Produkte für andere Marken her.
Im richtigen Licht
Schneider strebt internationales Wachstum an und möchte seine Position auf dem Schweizer Markt als einer der führenden Anbieter von Spiegelschränken festigen. Dazu gehört auch das Thema Nachhaltigkeit. «Wir verwenden langlebiges, recyceltes Aluminium, transportieren einen Grossteil unserer Produkte per Bahn zu unseren Kunden und optimieren ständig unsere Fertigung», betont Koch.
«Das Licht im Bad wird oft unterschätzt. Mit unseren Spiegelschränken und Lichtspiegeln sorgen wir dafür, dass sich alle im richtigen Licht sehen», fasst die Geschäftsführerin abschliessend die Firmenvision zusammen. Damit die Produkte den aktuellen Trends entsprechen und gleichzeitig zeitlos wirken, arbeitet der Betrieb mit Fachkräften beim Produktdesign zusammen. So werden auch in Zukunft innovative Produkte viele Wohnräume in der Schweiz verschönern und das Bad in einen Wohlfühlort verwandeln .


Mehr Inspirationen gibt es in der Ausgabe 1/26 vom Magazin HÄUSER MODERNISIEREN.
Text: Mathias Steger, Fotos: W. Schneider+Co AG
aus dem Magazin: Häuser modernisieren, Zeitschrift Nr. 1/2026