Das Schweizer Magazin für Umbauen und Erneuern

Aus eins mach zwei

Wenn aus einem Einfamilienhaus ein Zweifamilienhaus wird, muss eine weitere Küche her. Ganz klar. Zu der Herausforderung kommen die eigenen Ansprüche an die neue Küche. Es gilt einiges zu beachten.

Der Essplatz innerhalb der Küche musste sein.
Der Essplatz innerhalb der Küche musste sein.
Die Idee, den Seifenspender fest zu verbauen, kam erst im Beratungsgespräch mit Veriset.
Die Idee, den Seifenspender fest zu verbauen, kam erst im Beratungsgespräch mit Veriset.
Die neue Küche sollte viel Stauraum bieten.
Die neue Küche sollte viel Stauraum bieten.

Die Bauherrin hatte Glück. Das Einfamilienhaus, das zum Zweifamilienhaus umgebaut werden sollte, wurde bereits beim Bau vor 20 Jahren auf einen möglichen Umbau ausgelegt und verfügte somit schon über die nötigen Anschlüsse. Und auch durch ihren Beruf als Bauzeichnerin hat die Bauherrin eine gewisse Vorkenntnis, da sie täglich mit Um- und Neubauten zu tun hat. Und doch kommt eine neue Küche natürlich nicht über Nacht.

Auf die Ansprüche kommt es an
«Kochen ist mein Hobby», sagt die Bauherrin und daher war klar: Die neue Küche soll viel Stauraum bieten, einen grossen Herd, gute Küchengeräte und eine grosse Arbeitsfläche. Ihrem Beruf hat die Bauherrin nicht nur die Planungs-Expertise zu verdanken, sondern auch die Zusammenarbeit mit dem Küchenunternehmen Veriset, weshalb sie auch privat auf den Kontakt zurückgriff. «Durch einen Hausneubau kamen wir zu der Firma Mundart. Kurz danach hat die Veriset Vertriebs AG Mundart übernommen. Heute zählt Veriset zu unserem Hauptküchenunternehmen», erklärt sie. Auch die Küchenplaner von Veriset empfanden die Zusammenarbeit als sehr angenehm. «Die Kundin war bestens vorbereitet. Eigentlich ging es im Beratungsgespräch nur um Feinheiten.» Im selben Atemzug erklärt Christian Frey, Niederlassungsleiter bei Veriset Vertriebs AG, jedoch, dass auch Kunden, die nur eine grobe Vorstellung ihrer neuen Küche haben, bei Veriset gut aufgehoben sind. «Wichtig ist es, den Grundriss der Küche zu haben. Wenn man eine Richtung hat, welche Farben und Stile man gerne hätte, ist das von Vorteil.» Ansonsten geht es bereits im ersten Beratungsgespräch in die Tiefe.

Trends in der Küche
«Manchmal, wenn Kunden etwas online gesehen haben, was ihnen gut gefällt, müssen wir das etwas entkräften», erzählt Frey. Es ist eben nicht alles umsetzbar. Dass man auf gewisse Trends verzichten muss, da es die Gegebenheiten nicht zulassen, weiss auch die Bauherrin. «Mir gefallen Kücheninseln sehr gut. Dafür muss aber der Platz genügend gross sein, so dass es nicht den ganzen Raum kaputt macht.» Sie wählte also die Winkellösung, da die Insel den gesamten Raum gefüllt hätte und so kein Platz für eine Essmöglichkeit gewesen wäre, der ihr sehr wichtig ist. Auch Christian Frey bestätigt die Argumente gegen die Insel. «Bei einer Kücheninsel kommt es immer auf den Raum an», sagt er und erklärt, dass gerade der Zweck der Insel eine grosse Rolle spielt. Will man eine Spül- und/oder Kochinsel oder nur eine Insel, die zur Anrichte dient. Wer also über einen Küchenumbau nachdenkt, sollte den Grundriss genauer unter die Lupe nehmen. Denn während bei Neubauten oftmals offene Küchen geplant werden, sind beim Umbau bestehender Häuser die geschlossenen Küchen ein Hindernis für grössere Inseln.

Trotz sehr konkreter Vorstellungen und Wünsche kam die Bauherrin beim Besuch der Veriset Ausstellung auf neue Ideen: «Als ich in der Ausstellung war, sah ich wieder die Griffmulden. Die gefielen mir persönlich schon immer. Also habe ich mich spontan entschieden, anstelle normaler Relinggriffe die Griffmulden zu wählen.» Und auch der an der Spüle direkt eingebaute Seifenspender war nicht von Vornherein geplant, sondern entstand durch die gelungene Zusammenarbeit.

Wunschlos glücklich?
Trotz gründlicher Planung gibt es Dinge, die die Bauherrin bei einer erneuten Planung anders machen würde. Die Griffmulden, die fix am Küchenmöbel montiert sind, nehmen ihr zu viel Platz in der Schublade. Hier würde sie in der Zukunft Griffleisten wählen, die in der Auszugsfront integriert sind und somit keinen Platzverlust darstellen. Davon abgesehen entspricht die Küche ihrer Wunschvorstellung. Das Material, die Optik und auch die Ausstattung sind so, wie es die Bauherrin gerne wollte. «Alle meine Wünsche sind erfüllt.» Ein Lob für den Küchenplaner. «Oftmals geht es bei uns darum, den Spagat zwischen Bauherrschaft und Architekt zu machen, das kann manchmal etwas schwieriger werden», erzählt Frey. In dem Fall war die Herausforderung nicht zu gross. Auch die Realisierung ging relativ schnell vonstatten. «Bei einem Hausumbau ist die Küche schneller fertig, da die Gegebenheiten, was Anschlüsse etc. angeht, schon klar sind. Bei einem Neubau kann die Küchenintegration bis zu einem Jahr dauern», erläutert er. Nach vier bis sechs Wochen kann also durchaus die neue Küche einsatzbereit sein – gute Nachrichten für alle Kurzentschlossenen.

Veriset AG
6037 Root

Schränke Eiche furniert und anthrazit
Arbeitsplatte Keramik
Elemente Muldengriffe ohne Automatik
Sockel Chromstahlsockel
Ausstattung Siemens Geräte

Mit Liebe zum Detail. Die Bauherrin geniesst ihre neue Küche.
Mit Liebe zum Detail. Die Bauherrin geniesst ihre neue Küche.
Die Winkellösung entsprach dem Grundriss der Küche am besten.
Die Winkellösung entsprach dem Grundriss der Küche am besten.

Text: Hannah Franziska Krautwald, Fotos: Veriset AG
aus: Haus und Wohnen, Schweizer Bauratgeber, Ausgabe 2020

Artikel teilen
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
Klicken Sie auf Ihrem Smartphone Zum Home-Bildschirm, um ein Icon der Website dem Startbildschirm hinzuzufügen!