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Parkett im Trend

Der Fussboden ist optisch tonangebend in einem Raum. Er sollte gefallen, aber auch auf die Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt sein. Genau darauf ist die Parkett-Maier AG aus Zürich seit über 70 Jahren spezialisiert.

Parkett liegt im Trend und ist in unendlicher Vielfalt erhältlich.
Parkett liegt im Trend und ist in unendlicher Vielfalt erhältlich.

Wer sich bezüglich Auswahl und Verlegung eines neuen Fussbodens in guten Händen wissen will, ist bei der Parkett-Maier AG bestens aufgehoben. An der Hardturmstrasse mitten in der Stadt Zürich befindet sich die 450 Quadratmeter grosse Ausstellung. «Die Beratung hier in der Ausstellung, aber auch vor Ort, ist uns besonders wichtig», betont Standortleiter Kurt Koller. Denn es gelte, die Bedürfnisse und Wünsche des Kunden genau zu kennen, um ihm die passenden Produkte nach seinen Budgetvorstellungen vorschlagen zu können. «Nur auf diese Weise haben wir am Ende zufriedene Kunden.» Denn viele kämen mit falschen Vorstellungen und Erwartungen. «Unsere Kundenberater leisten also wichtige Aufklärungsarbeit.» Dabei hilft ihnen die moderne Ausstellung mit über 30 ein- bis zwei Quadratmeter grossen Parkett-Musterflächen, unzähligen kleineren Mustern und Katalogen sowie einem Schulungslabor für Pflege und Unterhalt. Auch Vorhänge, Rollos und Jalousien in zahlreichen Ausführungen werden angeboten, sodass zwei der wichtigsten Raumgestaltungselemente aufeinander abgestimmt werden können.

Parkett liegt im Trend
Der Favorit Parkett, der 90 Prozent des Firmenumsatzes ausmacht, ist bereits im Namen des Unternehmens enthalten. «Wir bieten aber bei Bedarf auch alle anderen Fussbodenmaterialien wie Teppich, Laminat, PVC, Linoleum, Gummi oder Kork an, die je nach Nutzung eines Raums sinnvoll sein können», erläutert Koller. Aber Parkett liege eindeutig im Trend und sei heute in schier unendlicher Vielfalt erhältlich. «Endeckt ein Kunde trotz des grossen Angebots in der Ausstellung nicht, was er sucht, fragen wir für ihn bei diversen Herstellern an und finden das gewünschte Produkt», erklärt Koller. Diese Dienstleistung ist kostenlos, selbst wenn der Kunde am Ende doch keinen Auftrag erteilt. «Wir finden aber eigentlich immer eine Lösung.»

Circa fünf Prozent der Hölzer stammen aus der Schweiz, die übrigen aus Europa. Wenn jemand kanadisches Ahornholz möchte, lassen es die Fachleute der Parkett-Maier AG schon mal aus Übersee kommen, aber das wird laut Koller nur selten verlangt. Die meisten Produkte sind FSC-zertifiziert, was bedeutet, dass sie aus nachhaltigem Abbau stammen. «Tropenhölzer sind aus ethischen Gründen überhaupt nicht mehr gefragt.» Für Parkettböden am meisten verwendet wird Eichenholz. «Es hat gute Eigenschaften, ist robust, hat eine schöne Struktur und lässt sich gut mit gefärbten Ölen behandeln. Damit erzielen wir die verschiedensten Farbeffekte.» Das Unternehmen bietet jedoch auch Nussbaum, Esche, Kirsche, Douglasie, Ahorn und weitere Hölzer an.

In der Ausstellung liegen den Besuchern das Parkett zu Füssen.
In der Ausstellung liegen den Besuchern das Parkett zu Füssen.
Unzählige kleine Muster und Kataloge sowie ein Schulungslabor für Pflege und Unterhalt sind vorhanden.
Unzählige kleine Muster und Kataloge sowie ein Schulungslabor für Pflege und Unterhalt sind vorhanden.

Wer sich ein besonderes Fischgrät- oder Tafelmuster mit verschiedenen Hölzern leisten will, ist bei der Parkett Maier AG ebenfalls an der richtigen Adresse. «Solche Fussböden verlegen wir manchmal in denkmalgeschützten historischen Bauten», erzählt Koller. Ein aufwändig wellenförmig geschwungenes Linsenmuster stammt sogar aus der eigenen Designwerkstatt. Damit sämtliche der 30 eigenen Parkettleger und Akkordanten solch anspruchsvolle Arbeiten ausführen können, werden sie nach Möglichkeit im Unternehmen selbst aus- und weitergebildet. Dies geschieht praktisch ausschliesslich auf der Baustelle. «Parkettlegen ist ein anspruchsvolles Handwerk, das viel Geschick und Konzentration erfordert. Passiert ein Fehler, entstehen rasch hohe Kosten», legt Koller dar.

Bearbeitung und Pflege
Holzböden können versiegelt, geölt oder gewachst werden, Oberflächen gebürstet, sägerau oder geschliffen sein. «Welche Wahl der Kunde trifft, hängt von der Nutzung und den Nutzern der Räume ab.» Die Kundenberater bringen also in Erfahrung, ob es sich bei dem Objekt um ein Büro, eine Miet- oder Eigentumswohnung handelt sowie ob Kinder oder Haustiere dort leben. «Versiegelte Böden beispielsweise sind robust und pflegeleicht, eignen sich also besonders für Mietobjekte oder für Familien.»

Die Versiegelung kann in zehn verschiedenen Farbtönen vorgenommen werden und muss nur etwa alle 15 Jahre erneuert werden. Gewachste und geölte Böden sollte man alle drei bis fünf Jahre nachbehandeln. Die Parkett-Meier AG bietet diese Dienste ebenfalls an oder zeigt dem Kunden auf Wunsch im Labor, welche Pflegeprodukte für welche Behandlungen geeignet sind. «Auch die Entfernung von Flecken demonstrieren wir direkt vor dem Kunden.» Dabei lässt der Berater schon mal Orangensaft oder Wein auf ein Parkettmuster tropfen und wischt es anschliessend wieder sauber.

Ein wichtiger Beratungsaspekt betrifft Härte und Farbveränderung der Hölzer, wenn sie jahrelang dem Licht ausgesetzt sind. «Manche Hölzer sollte man nicht mit Pfennigabsätzen betreten, andere sind hart genug dafür. Manche Sorten werden mit der Zeit heller, andere dunkler oder verändern leicht ihre Farbe.» Um dies den Bauherren eins zu eins zeigen zu können, gibt es im Labor der Ausstellung Mustertafeln mit Vorher-Nachher-Effekt im Parallelvergleich. «So bewahren wir die Kunden vor Enttäuschungen und falschen Vorstellungen.» Die Verkaufsberater weisen bei Kundengesprächen immer darauf hin, dass kein Stück Holz gleich ist wie das andere, also unmöglich genau derselbe Boden wie in der Ausstellung verlegt werden kann. «Man muss sich bewusst sein, dass Holz ein Naturprodukt ist.»

Langjährige Erfahrung
Die Parkett-Maier AG in Zürich und ihre Schwestergesellschaft, die Hans Hassler AG mit Hauptsitz in Zug sowie Niederlassungen in Aarau und Kriens, bilden seit 20 Jahren eine bedeutende Wirtschaftseinheit in der Bodenbelags- und Vorhangbranche auf dem Schweizer Markt. Gesamthaft beschäftigt das Unternehmen 120 Mitarbeitende, darunter fünf bis zehn Lernende. Für die Parkett-Maier AG selbst sind 25 Personen tätig. Ihre Fachleute verlegen jährlich circa 80 000 bis 100 000 Quadratmeter Parkett, in Spitzenjahren bis zu 125 000 Quadratmeter.
Gegründet wurde das Unternehmen unter dem Namen K. Maier & Co. im Jahr 1944 durch Konrad Maier senior. 1959 übernahm dessen Sohn Konrad Maier junior das Geschäft und führte es während 42 Jahren weiter. 2001 wurde es verkauft und stiess zur Hassler AG. Im letzten Jahr feierte die Parkett-Maier AG ihr 75-Jahr-Jubiläum.

Parkett-Maier AG
8005 Zürich

Hans Hassler AG
6300 Zug

Text: Cornelia Bisch, Fotos: Hans Hassler AG
aus: Häuser modernisieren, Heft Nr. 4/2020

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