Wasseraufbereitung ist heute weit mehr als reine Kalkbekämpfung – sie entscheidet auch über den Geschmack des Trinkwassers. Moderne Verfahren wie Enthärtung, Mineralisierung, Rohrinnensanierung oder Impfkristallbildung verbessern Wasserqualität, Geräteschutz und Installationskomfort gleichermassen. Vier Schweizer Anbieter zeigen, wie unterschiedlich die Wege zu sauberem, wohlschmeckendem Wasser sein können.

Innere Werte
In vielen älteren Gebäuden zeigen Trinkwasserleitungen mit der Zeit Ablagerungen und Korrosionsspuren. Das beeinträchtigt oft die Wasserqualität, den Druck und die Betriebssicherheit. Statt die Leitungen komplett zu ersetzen, lassen sie sich von innen aufbereiten. Promotec reinigt die Rohre gründlich und schützt sie anschliessend mit einer Beschichtung. Wände bleiben geschlossen, und grosse Bauarbeiten entfallen. Die Umsetzung dauert meist nur eine kurze Zeit und verursacht vergleichsweise wenig Aufwand im Alltag. Eine vorgängige Analyse zeigt, welche Lösung jeweils am sinnvollsten ist.

Eine Frage des Geschmacks
BWT vereint zwei Wasseraufbereitungsverfahren in einer neuen, patentierten Technologie. Erst machen die Enthärtungsanlagen das harte Wasser zu weichem Perlwasser. Dieses eignet sich zum Waschen, Duschen, Putzen oder für Haushaltsgeräte – überall dort, wo kalkhaltiges Wasser Nachteile mit sich bringt. In einem zweiten Schritt kommt das «BWT Pearlwater Mineralizer Kitchen-Set» zum Einsatz. Das enthärtete Wasser wird auf Knopfdruck mit Mineralien wie Magnesium und Kalzium angereichert – für Trinkwasser, das schmeckt. Die Einheit lässt sich in kurzer Zeit unter der Spüle installieren, ohne dass der Wasserhahn ersetzt werden muss.

Geysire und Kristalle
Die vom Schweizer Verband Gas Wasser anerkannte Serie «Geysir» arbeitet mit dem Verfahren der Impfkristallbildung. Diese bestehen aus reinem Calcium, und die Wirkungsweise erfordert keine chemischen oder sonstigen Zusätze. Die Grundlage ist ein Verfahren, das Kalkablagerungen gezielt verändert, statt sie chemisch zu entfernen. Welches «Geysir»-Gerät am besten geeignet ist, kommt ganz auf die Haushaltsgrösse, den Verbrauch zu Spitzenzeiten und den Härtegrad des Wassers an.

Kein Werkzeug? Kein Problem!
Hartes Wasser kann auf Dauer zu Ablagerungen in Leitungen, Geräten und Armaturen führen. Systeme wie die «softliQ»-Anlagen von Grünbeck setzen auf Ionenaustausch und passen ihre Leistung laufend an den tatsächlichen Verbrauch im Haushalt an. So entsteht gleichmässig enthärtetes Wasser, das Installationen schont und den Pflegeaufwand reduziert. Ergänzend erleichtert das «cliQlock»-System die Montage: Die Module lassen sich mit wenigen Handgriffen verbinden, oft ohne klassisches Verschrauben. Dadurch können Anlagen schneller eingebaut und bei Bedarf später erweitert oder nachgerüstet werden – auch bei bestehenden Geräten.
Mehr Informationen zum Thema Umbauen und Erneuern gibt es in der Ausgabe 2/26 vom Magazin HÄUSER MODERNISIEREN.
Text: RED
aus dem Magazin: Häuser modernisieren, Zeitschrift Nr. 2/2026