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Vielfalt für Boden und Vorhang

Bodenbeläge und Vorhänge sind das Metier der Hans Hassler AG. Und das schon seit Generationen. Das Unternehmen aus Zug feiert im Jahr 2019 sein 125-jähriges Bestehen. Bis zum Herbst gibt es auf ausgewählte Produkte 20 Prozent Jubiläumsrabatt.

Zahlreiche schöne Projekte zeugen von der Leistungsfähigkeit und dem Handwerksgeschick der Hans Hassler AG wie hier im Roche Tower in Basel.
Zahlreiche schöne Projekte zeugen von der Leistungsfähigkeit und dem Handwerksgeschick der Hans Hassler AG wie hier im Roche Tower in Basel.

Als die Elektrifizierung Ende des 19. Jahrhunderts in der Schweiz aufkam, war dies die Triebfeder für viele Firmengründungen. In dieser Zeit wird auch der Grundstein für die erfolgreiche Firmengeschichte von Hassler gelegt. Im Jahr 1894 übergibt der Gerber Johann Friedrich Hassler in Aarau sein Ledergeschäft seinem 28-jährigen Sohn Hans. Dieser erwirbt an der Kasinostrasse 19 in Zug ein Geschäftshaus mit Magazingebäude. Mit der neu gegründeten Kommanditgesellschaft «Hans Hassler & Co» will er einen Grosshandel für Bodenbeläge aufbauen. Diesem Anfang verdankt die Hans Hassler AG, dass sie im Jahr 2019 ihr 125-jähriges Bestehen feiern kann. Ein Jubiläum kommt selten allein: Die Schwestergesellschaft, Parkett-Maier AG, Zürich, wird 1944 gegründet. Sie kann ihren 75. Geburtstag feiern.

Bewegte Firmengeschichte
Der Geschäftsstart von Hassler erfolgt bescheiden: mit Vorlegern, einigen Teppichen und Linoleum-Rollen. Linoleum ist insbesondere bei öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Spitälern und Gemeindehäusern gefragt. Hassler kann verschiedene englische und deutsche Vertretungen für Linoleum, Betteinlagen, Gummistoffe und Wachstuch übernehmen. 1910 importiert und verkauft das Unternehmen erstmals Orientteppiche aus dem mittleren und fernen Osten. Neben Fachgeschäften werden auch Endkunden beliefert. Der Erste Weltkrieg bringt das internationale Geschäft ins Stocken. Die Erholung nach Kriegsende ist von kurzer Dauer. Hans Hassler stirbt 1922, erst 56-jährig. Der Schwiegersohn Werner R. Britschgi-Hassler übernimmt die Geschäftsleitung.

Mit der Weltwirtschaftkrise zwischen den beiden Weltkriegen folgt der nächste Einbruch. Das Unternehmen hält sich mit Handel von Kleiderstoffen über Wasser. Die schwere Rezession zieht Europa und die übrige Welt in die Apokalypse des Zweiten Weltkriegs. Hassler hat erneut zu kämpfen. Die Teppich-Nachfrage bricht ein. Der Import ist erschwert, beim Linoleum gibt es gegen Kriegsende Lieferengpässe. Der Betrieb kommt mit Korkparkett aus Spanien und Portugal, Gummi, Stoffen für die Armee über die Runden.

Die ersten Nachkriegsjahre sind hart. 1950 tritt mit Hans W. Britschgi die nächste Generation ins Geschäft ein. Nach und nach fasst die Wirtschaft wieder Fuss und beginnt, kontinuierlich rasch zu wachsen. Die Gesellschaft kann ihre Grundbedürfnisse – und mehr – decken. So werden die 50er-Jahre die Zeit des Wirtschaftswunders. Linoleum, Teppiche aller Art, Orientteppiche und Vorhänge sind gefragt. Massivparkett-Böden wollen restauriert oder ersetzt werden. In den 60ern kommen erste Filzplastikbeläge und Nadelfilz auf den Markt. Hassler erstellt 1964 das Zentrallager in Buchs. 1965 übergibt Werner Britschgi das Zepter seinem Sohn Hans. Das Unternehmen entwickelt sich als Grossist und Detaillist in den folgenden zwei Jahrzehnten zu einer dominierenden Kraft in der schweizerischen Bodenbelagsbranche.

Boden und Vorhang
Die Globalisierung und fortschreitende Industrialisierung erweitern das Angebot an Böden und Vorhängen enorm, die Vielfalt der Produkte ist kaum mehr überblickbar. Sie wird allen Geschmäckern gerecht. Parkett, nun in Form von Mehrschichtprodukten, erlebt eine Renaissance und einen Boom. Hassler verkauft den Teil des Grosshandel-Geschäfts und konzentriert sich aufs Fachgeschäft.           

An der Jahrtausendwende stehen beide Unternehmen vor nächsten Generationenwechseln. Familieninterne Lösungen bieten sich keine an. So werden beide Gesellschaften fast gleichzeitig an einen neuen Eigentümer verkauft. Seither sind sie als Schwestergesellschaften unter einer gemeinsamen Führung unterwegs. Der einheitliche Marktauftritt verdeutlicht dies. Hassler und Parkett-Maier leben ihre Passion für Böden und Vorhänge weiter. «Boden und Vorhang» sowie «beraten und verlegen/montieren» stehen für das Geschäftsmodell. Zahlreiche schöne Aufträge für Neugestaltungen und für Restaurierungen zeugen von der Leistungsfähigkeit und dem Handwerksgeschick.
 
Hassler hat heute Geschäfte mit attraktiven Ausstellungen in Aarau, Kriens und Zug. Berater unterstützen und entlasten bei der Vorbereitung und der Realisierung von Projekten. Sie helfen, die richtige Wahl aus dem heute extrem breiten Marktangebot von Bodenbelägen und Vorhängen zu treffen. Es gehört zu ihrem Berufsstolz, die gewählten Produkte anschliessend professionell zu verlegen und zu montieren.

Jubiläumsrabatt
Das Jubiläumsjahr 2019 begehen Hassler und Parkett-Maier mit verschiedenen Anlässen und Aktivitäten: Auf einigen Produkten gewährt das Unternehmen bis zum Herbst 20 Prozent Jubiläumsrabatt. Beim Jubiläumswettbewerb «aus alt mach neu» winken ebenso attraktive Vergünstigungen.

Details finden Sie unter www.hassler.ch und www.parkett-maier.ch sowie auf Social Media Hassler + Parkett Maier.

Historisches Parkett renovierte Hassler beispielsweise im Kolingeviert, einem der ältesten Quartiere in Zug.
Historisches Parkett renovierte Hassler beispielsweise im Kolingeviert, einem der ältesten Quartiere in Zug.
Eine grosse Auswahl an Böden und Vorhänge gibt es in der Musterausstellung in Zug.
Eine grosse Auswahl an Böden und Vorhänge gibt es in der Musterausstellung in Zug.

Text: PD

Bezugsquelle:
Parkett-Maier AG / Hans Hassler AG Zürich
Hardturmstrasse 133
8005 Zürich

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