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Die Schönheit der 1930er Jahre

Nach dreijähriger Umbauzeit erstrahlt das Museum für Gestaltung in Zürich wieder in der Schönheit der 1930er Jahre. In sieben Musterzimmern werden die wichtigsten Tendenzen im Schweizer Möbeldesign der Moderne ausgestellt.

 
 
Das Museum für Gestaltung gilt als wichtigstes Bauhaus-Gebäude der Schweiz.zoom
Das Museum für Gestaltung gilt als wichtigstes Bauhaus-Gebäude der Schweiz.
Die doppelgeschossige Ausstellungshalle wurde wieder in den Originalzustand von 1933 versetzt.zoom
Die doppelgeschossige Ausstellungshalle wurde wieder in den Originalzustand von 1933 versetzt.
Das Westschweizer Designbüro «atelier oï» bespielt noch bis Ende September  die grosse Halle mit der Ausstellung «Oïphorie». zoom
Das Westschweizer Designbüro «atelier oï» bespielt noch bis Ende September
die grosse Halle mit der Ausstellung «Oïphorie».
 
 
 

Weisse Blüten aus japanischem Washi-Papier, grosse Spiralen aus dünn geschnittenen Arvenholzstreifen und Zweige aus Stoffbändern – die Ausstellung «Oïphorie» des Westschweizer Designbüros «atelier oï» bespielt noch bis Ende September die Haupthalle des Museums für Gestaltung. Drei Jahre blieb das Haus geschlossen und wurde renoviert. Ruggero Tropeano Architekten hatten die Aufgabe übernommen, das denkmalgeschützte Gebäude von 1933 in seinen Originalzustand zurückzubauen und gleichzeitig heutigen Standards anzupassen. Im März konnte die ins Toni-Areal ausgelagerte Sammlung in das frisch renovierte Stammhaus in der Ausstellungsstrasse zurückkehren.

Bis auf die letzte Farbschicht
Die grosse Ausstellungshalle – in den 1970er-Jahren durch einen Zwischenboden zweigeteilt – erhielt ihren sakralen Charakter zurück und wurde wieder in ihre ursprüngliche Doppelgeschossigkeit zurückgeführt. Für die fachgerechte Renovierung sei viel Recherche betrieben worden, so Museumsdirektor Christian Brändle während der Eröffnungsfeier im Frühjahr. Man sei bemüht gewesen, Böden, Wände und selbst Details wie Schrauben so unverfälscht wie möglich zu präsentieren. «Alle Farbschichten wurden bis auf die letzte von 1933 mit der Rasierklinge heruntergekratzt, um den Farbton und die Zusammensetzung der Farbe zu analysieren.»

2000 Exponate und sieben Musterzimmer
Damit das Museum erstmals dauerhaft Schätze aus seiner Sammlung zeigen kann, entstanden im Untergeschoss zwei neue Ausstellungsräume. Hier gibt es rund 2000 Exponate aus den Bereichen Kunstgewerbe, Grafik, Plakat, Textil sowie Möbel- und Produktdesign zu entdecken. In sieben Musterzimmern werden die wichtigsten Tendenzen im Schweizer Möbeldesign der Moderne ausgestellt. Ein Besuch lohnt sich auch wegen der neu entstandenen «Swiss Design Lounge». In dem lichtdurchfluteten Raum mit Blick auf den Park können Besucherinnen und Besucher mit Reeditionen von Schweizer Möbelklassikern und aktuellen Entwürfen auf Tuchfühlung gehen.

 
 

Text: Kirsten Höttermann, PD
aus: Häuser modernisieren, Heft Nr. 2/2018

Bezugsquelle:
Museum für Gestaltung Zürich
Ausstellungsstrasse 60
8031 Zürich
www.museum-gestaltung.ch

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